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Was Sie tun können, um nicht (im Alter) einsam zu werden?

Einsame Menschen kapitulieren oft vor der Aufgabe, auf andere zuzugehen. Sie befürchten, Erwartungen nicht gerecht zu werden, sorgen sich vor Zurückweisungen und pflegen deshalb nur oberflächliche Kontakte. Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, der Sackgasse der Isolation zu entkommen.
Überwinden Sie Ihre Angst davor, anderen Menschen näher zu kommen
Warten Sie nicht auf ein Wunder, das Sie aus Ihrer Einsamkeit erlöst. Fangen Sie an, auf andere zuzugehen, zeigen Sie Interesse an Ihrer Lebenssituation, und öffnen Sie sich für kleine gegenseitige Gefälligkeiten. Machen Sie sich bewusst: Es gibt viele Menschen, die sich in der gleichen Situation befinden, wie Sie. Oft ist auch der andere durch Kontaktangst blockiert. Unternehmen Sie den ersten Schritt.
Öffnen Sie sich für Neues
Fragen Sie sich: Wo gibt es im Raum der Gemeinde, in der Nachbarschaft oder näheren Umgebung meines Wohnortes Angebote und Aktivitäten, an denen ich teilnehmen könnte? Welcher Gruppe könnte ich mich anschliessen? Fahnden Sie nach Angeboten von Volkshochschulen, Kirchengemeinden, Sportvereinen, Reisegruppen und Seniorenclubs. Jede Situation, die Ihnen regelhaft Kontakte mit anderen Menschen ermöglicht, erhöht Ihre Chance, langfristig Freundschaften aufzubauen.
Achten Sie auf Ihre Interessen
Nutzen Sie Möglichkeiten, bei anderen Gruppen ‘hineinzuschnuppern’. Wiederholen Sie Besuche und prüfen Sie, wie Ihnen das Angebot gefällt. Nur wenn Sie etwas wirklich interessiert und Sie sich bei Begegnungen zunehmend wohlzufühlen beginnen, werden Sie nicht Gefahr laufen, sich auf die Dauer wieder in die eigenen vier Wände zurückzuziehen.
Intensivieren Sie Ihre Beziehungen
Fragen Sie sich: Wer von den Menschen, mit denen ich es in der Gemeinde und anderen Gruppen zu tun habe, ist mir sympathisch? Zu wem könnte ich passen? Wer teilt meine Interessen? Mit wem möchte ich gerne näher Kontakt haben? Sprechen Sie diese Personen auf gemeinsame Unternehmungen an: einen Theaterbesuch, eine Ausflugsfahrt, ein gemeinsames Mittagessen nach dem Gottesdienst, den Besuch eines Kochkurses. Laden Sie zum Kaffee ein, zu einem Museumsbesuch, zum Fussballderby, Fahrradfahren oder Schwimmen. Je besser Sie sich kennenlernen, umso schneller kann Vertrauen und echte Freundschaft entstehen.
Bauen Sie gute Beziehungen zu Freundschaften aus
Wenn Sie andere Menschen dauerhaft als sympathisch erleben, bieten Sie Ihnen Ihre Freundschaft an. Achten Sie dabei auf Gegenseitigkeit in einer Beziehung: Geben und Nehmen sollten sich in etwa die Waage halten, sonst sind Frustrationen vorprogrammiert.

Werden Sie stark für andere
Lassen Sie sich nicht von dem Gedanken dominieren: «Jetzt bin ich alt und nutzlos». Sie gehören im wahrsten Sinn des Wortes zum ‘alten Eisen’, geschmiedet in der Schule des Lebens, gestählt in der Lebensgemeinschaft mit Gott. Bleiben Sie wach für die Nöte und Probleme unserer Zeit. Und überlegen Sie, wie sie selbst, und wie Sie gemeinsam mit anderen Senioren Gutes tun können. Andere Menschen sind angewiesen auf Ihren mütterlichen und väterlichen Rat, auf Ihre praktische und finanzielle Unterstützung, auf Ihre Zeit, Kraft und Wissen. Weil Geben seliger ist als Nehmen, werden Sie Ihr Leben gerade da als besonders erfüllend erfahren, wo sie sich für andere einsetzen.

Chrischona-Panorama Juni/2007von GÜNTHER KRESS

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