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Gottes Möglichkeiten

Was bei Gott möglich ist

Wer den Rappen nicht ehrt.

Wer den Rappen nicht ehrt…
„Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Die Jahreslosung* 2009 macht Mut – für alle Lebensbereiche. Vorweg müssen wir jedoch eingestehen, was uns unmöglich ist.

Es sieht düster aus nach Monaten, in denen der wirtschaftliche Einbruch alte Sicherheiten weggerissen und pulverisiert hat. Die frivole Lust am Jonglieren mit Milliarden schlug viele in ihren Bann; der Herdentrieb verführte Vermögende; die Lenker der globalen Finanzmärkte haben versagt. Vor allem hat sich die Meinung als Illusion erwiesen, die neuen Finanzinstrumente würden den Märkten zu Stabilität verhelfen und zum dauerhaften Wachstum der Weltwirtschaft beitragen. Unmöglich!

Bis zum Geht-nicht-mehr
Der Absturz kann als Sinnbild dafür stehen, was Menschen möglich – und was uns unmöglich ist. Die säkularen Gesellschaften des Westens (und von ihnen angesteckt auch die Oberschichten der anderen Weltteile) treiben, was in ihrer Macht steht. Sie schöpfen ihre Möglichkeiten aus und treiben es auf die Spitze. Bis zum Absturz. Der Raubbau an den Regenwäldern, die Ausfischung der Meere, der Energieverbrauch: sie alle nehmen zu – bis zum Geht-nicht-mehr, bis zum Absturz.

Der Sog, den dieses globale Treiben, von den Medien vermittelt, auslöst, hat etwas Bezwingendes. Wir haben grosse Mühe, uns ihm zu entziehen und überhaupt wahrzunehmen, was jenseits dieses Treibens geschieht. Je mehr uns Menschen mit Milliarden beeindrucken und mit Fortschrittsverheissungen (Krankheiten heilen) gängeln, desto schwieriger fällt es, über diese Horizonte hinaus zu blicken auf das, was Gott tut.

Probleme über Probleme
Je mehr sich Menschen zutrauen, desto grösser ist die Versuchung, es ohne (oder auch gegen) Gott zu tun. Wir schaffen es, Probleme mit immer zunehmender Komplexität zu schaffen – und die Fähigkeit, diese Probleme zu lösen, hält damit unmöglich Schritt.

„Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Die Jahreslosung stellt die Proportionen richtig. Gott steht über allem: Er hat die Ordnungen fürs Gedeihen des Lebens geschaffen. Er hat die Dynamik des Lebens gegen alle Kräfte des Verderbens in die Welt gebracht durch Jesus Christus. Und er wirkt mit seinem Geist auch heute erhaltend und inspirierend.

Wie Gott ansetzt

Je mehr sich Menschen

Je mehr sich Menschen zutrauen, desto grösser ist die Versuchung, es ohne Gott zu tun.
Gott hat nicht bloss Lösungen für die Probleme dieser Welt – er ist daran, die neue Welt zu schaffen. Er ist nicht auf Gedeih und Verderb an den Planeten gebunden, dessen Finanzmärkte schwindeln und dessen Polkappen schmelzen.

Gottes Möglichkeiten sind nicht nur grösser als die von uns Menschen; sie sind qualitativ andere, weil er Gott ist. Die Jahreslosung lässt an das Wort des Propheten Jesaja (Die Bibel, Jesaja, Kapitel 55, Verse 8-11) denken, der von Gott die Sätze gehört hat:

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege – Spruch des Herrn –,
denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so viel höher sind meine Wege als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken.
Denn wie der Regen und der Schnee herabkommen vom Himmel
und nicht dorthin zurückkehren,
sondern die Erde tränken
und sie fruchtbar machen und sie zum Spriessen bringen
und Samen geben dem, der sät,
und Brot dem, der isst,
so ist mein Wort, das aus meinem Mund hervorgeht:
Nicht ohne Erfolg kehrt es zu mir zurück,
sondern es vollbringt, was mir gefällt,
und lässt gelingen, wozu ich es gesandt habe.“

Gott schafft, was uns nicht möglich ist, durch sein Wort. Wenn er redet, kommt Neues ins Dasein. Von seinem Geist erneuert und geleitet, können Menschen Neues schaffen – Dinge, die sonst unmöglich wären. Seine Worte, die sich in der Bibel finden, stiften Leben. Wir können in schwierigen Zeiten und in ausweglos scheinenden Umständen richtig und zukunftsweisend handeln. Auch wenn das junge Jahr voller Unwägbarkeiten ist.

Texte und Bilder : livenet.ch vom 07.01.2009

* Die Jahreslosung ist ein Vers aus der Bibel, der von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) bestimmt wird. Die Jahreslosung gilt für Christen als Leitvers für das Jahr und wird häufig auch als Predigttext für den ersten Sonntag im Jahr ausgewählt.

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