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Ruf doch mal an?!

Ruf doch mal an Denn daran verdient die Post ganz gut. Und vielleicht freut sich der Gesprächspartner tatsächlich. Also gleich zwei Fliegen mit einem Telefonhörer. Den netten Gag mit der Telefonnummer Gottes kennst du ja sicher, oder? Nummer 50 15. Tatsächlich. Gemeint ist Psalm 50, 15. Da steht nämlich: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.”

Manche sind ärgerlich über diesen Vergleich. Beten ist doch nicht wie telefonieren. Ich höre doch die Stimme Gottes nicht in meinen Ohren. Wer sagt mir, daß da jemand ist, der mich hört? Liegt nicht über allem Beten eine quälende Ungewißheit? Deshalb lassen wir es meistens sein. Nur in höchster Not versuchen wir’s doch. Nach dem Motto: Hilft es nichts, dann schadet es nichts.

Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, wie es zugeht, daß Gott mich hört. Ich würde deshalb von mir aus auch nicht auf den Gedanken kommen zu beten. Aber nun hat Gott uns durch Jesus nachdrücklich eingeladen: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.” Wir brauchen nicht ins unendliche Schweigen hineinzurufen. Gott hat zuerst bei uns angerufen. Er will Kontakt. Er weiß, daß wir nur wirklich als Menschen leben können, wenn wir mit ihm im Gespräch sind. Er hat Aufträge und Ermutigungen für uns, Hilfe und Kritik. Manche haben ja Nerven! Da klingelt das Telefon endlos. Aber sie gehen nicht dran. Da versucht einer verzweifelt, Kontakt zu bekommen. Aber der andere nimmt nicht ab. Weiß er überhaupt, was er tut? Gut, es gibt eine Menge Anrufe, die sind nicht sehr wichtig. Da kommt es nicht drauf an. Vielleicht meinst du, daß du oder andere verzweifelt oft bei Gott haben klingeln lassen, und flott hat nicht abgenommen. Aber ich will dir sagen, daß es wohl genau andersherum ist! Seit Jesus gekommen ist, spricht Gott dich an. Er will unbedingt Kontakt. Wann nimmst du ab? Wann gibst du Antwort? Unser erstes bewußtes Gebet ist die Antwort auf Gottes Anruf, der immer schon vorher (la war. Je regelmäßiger der Sprechkontakt dann wird, desto mehr Freude macht es. Desto mehr Hilfe bringt es in unser Leben.

Ulrich Parzany, Moment mal! Seite 14-15

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