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Rettung

Sind die Menschen noch zu retten?

Im Atelier eines Bildhauers steht ein großer Steinblock. Der Künstler geht mit Hammer und Meißel an die Arbeit. Ein kleiner Junge schaut ihm dabei zu. Große und kleine Steinsplitter fliegen zur Seite. Bald wird es dem Jungen langweilig, und er läuft hinaus zum Spielen. Nach längerer Zeit kommt der Junge wieder einmal ins Atelier und sieht dort, wo der Steinblock stand, einen wunderbaren Löwen. Aufgeregt rennt er zum Künstler und sagt: „Meister, woher wussten Sie, dass in dem Stein ein Löwe wohnt?“ Der Bildhauer gibt ihm zur Antwort: „Ich sah ihn in meinem Herzen.“

Michelangelo erwarb einst in Florenz einen besonders schönen Marmorblock, an dem sich schon mehrere Künstler versucht hatten. Sie hatten den kostbaren Stein verschlagen und verschandelt. Doch Michelangelo formte daraus den berühmten David. Wenn man ihn fragen könnte: „Woher wusstest du, dass in dem verschandelten Stein ein wunderbarer David steckt?“, würde er wohl antworten: „Ich sah ihn in meinem Herzen.“

Marmor ist kostbar. Aber Menschen sind noch viel kostbarer. Sie haben ein ähnliches Schicksal erlitten. Man hat sie verschandelt und zerschlagen. Und doch kann Gott aus ihnen noch seine Kinder mit einem gesegneten Leben machen. Wenn wir Gott fragen könnten: „Herr, woher weißt du, dass in uns angeschlagenen Menschenkindern noch lebendige Gotteskinder wohnen?“, dann würde er wohl antworten: „Ich sehe es in meinem Herzen voller Liebe.“

„Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder heißen sollen!“ (1. Johannes 3,1) Axel Kühner: Überlebensgeschichten für jeden Tag Aussaat Verlag, S. 101, 1994

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